Kommunale Wärmeplanung in der Samtgemeinde Hambergen
Seit Mai 2024 wird in der Samtgemeinde Hambergen im Rahmen eines interkommunalen Projektes an dem Projekt „Kommunale Wärmeplanung“ gearbeitet.
Hierbei handelt es sich um ein interkommunales Projekt, bei dem alle Gemeinden des Landkreises Osterholz im stetigen Austausch Synergien schaffen können.
Die Aufstellung des Wärmeplans in der Samtgemeinde Hambergen erfolgt durch die EWE Netz GmbH.
Das Projekt wird durch eine Zuwendung mit dem Titel „KSI: Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für die Samtgemeinde Hambergen“, Förderkennzeichen 67K27515 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu 100% gefördert. Der Abschluss der Wärmeplanung soll im Frühjahr 2025 erfolgen.
Kommunale Wärmeplanung ist der Prozess, bei dem Städte und Gemeinden systematisch klären, wie Wärme für Heizung und Warmwasser bereitgestellt wird. Ziel ist es, die Wärmeversorgung sicher, bezahlbar und möglichst klimafreundlich zu gestalten. Dazu werden lokale Gegebenheiten wie Gebäudebestand, Wärmebedarf, verfügbare Wärmequellen und die Infrastruktur analysiert. Auf dieser Grundlage werden Strategien entwickelt, welche Wärmequellen (z. B. Fernwärme, Wärmepumpen, erneuerbare Energien) genutzt und wie die Netze ausgebaut oder verknüpft werden sollen. Die Planung erfolgt in Abstimmung mit Bürgern, Energieversorgern und weiteren Akteuren.
Kurz gesagt: Kommunale Wärmeplanung richtet den Blick auf eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung auf Basis lokaler Daten; Dekarbonisierung treibt dabei den Wandel hin zu weniger oder keinen CO2-Emissionen in der Wärmeinfrastruktur voran.
Aufstellung eines Wärmeplans für das Samtgemeindegebiet
Die Samtgemeinde Hambergen hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzstrategie eine kommunale Wärmeplanung durchgeführt. Ziel dieser Planung ist es, langfristige Strategien zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Wärmesektor zu entwickeln und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene zu leisten.
Ergebnisse der Bestandsanalyse
Im Rahmen der Wärmeplanung wurde eine umfassende Bestandsanalyse durchgeführt. Dabei wurden unter anderem der aktuelle Wärmeverbrauch, die bestehenden Infrastrukturen sowie das Potenzial für Sanierungsmaßnahmen und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen untersucht.
Das Ergebnis zeigt jedoch, dass in der Gemeinde derzeit keine ausreichenden Voraussetzungen für die Ausweisung von Sanierungsgebieten oder den wirtschaftlichen Betrieb von Nahwärmenetzen bestehen. Gründe hierfür sind beispielsweise die geringe Gebäudedichte, die bereits hohe energetische Qualität vieler Gebäude oder die fehlende Wirtschaftlichkeit solcher Systeme im Vergleich zu dezentralen Lösungen.
Digitale Darstellung im Geoportal des Landkreises Osterholz
Die Ergebnisse der Wärmeplanung sind digital im Geoportal des Landkreises Osterholz öffentlich zugänglich.
👉 Abschlussveranstaltung am Link zur Pressemitteilung des Landkreises
👉 Geoportal vom Landkreis Osterholz
👉 Video zur Abschlussveranstaltung
Gefördert durch die Kommunalrichtlinie
Die Erstellung des Wärmeplans wurde mit Fördermitteln aus der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt. Diese Förderung ermöglicht es Kommunen, fundierte Planungsgrundlagen für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu schaffen – insbesondere mit Blick auf Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Entwicklung von Wärmenetzen.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
Link zum Projektträger: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Ansprechpartner/in
| Frau Stefanie Benjes | |
| Fachdienst BauverwaltungRathaus Samtgemeinde Hambergen, Zimmer 2.22 // 1. OG Bremer Straße 2 27729 Hambergen Telefon: 04793 78-7061 Telefax: 04793 78-117061 E-Mail: s.benjes@hambergen.de | |
