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Heilpraktiker/in - Erlaubnis

Allgemeine Informationen

Gemäß § 1 Abs. 1 des Heilpraktikergesetzes ist die Ausübung der Heilkunde erlaubnispflichtig, wenn derjenige, der die Heilkunde ausüben will, kein approbierter Arzt ist. Unter Heilkunde ist jede berufs- oder gewerbsmäßige Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird, zu verstehen.

Antragsteller müssen u.a. das 25. Lebensjahr vollendet haben, in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes geeignet sein und die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen. Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss sich darüber hinaus aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Antragsteller ergeben, dass die Ausübung der Heilkunde keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bedeuten würde.

An wen muss ich mich wenden?

Zuständig für die Erteilung einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Örtlich zuständig ist der Landkreis oder die kreisfreie Stadt, wo der Antragsteller seinen Wohnsitz hat, bzw. wo er die heilkundliche Tätigkeit ausüben will.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • ein formloser Antrag
  • ein kurzgefasster Lebenslauf
  • die Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch.
  • ein Nachweis über die Staatsangehörigkeit (z.B. Vorlage des Personalausweises)
  • ein Amtliches Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde gemäß § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz (nicht älter als einen Monat).
  • eine Erklärung darüber, dass gegen den Antragsteller kein gerichtliches Strafverfahren oder staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist
  • eine ärztliche Bescheinigung über den Gesundheitszustand, die mindestens folgende Aussage beinhalten muss: „ ..... ist in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes geeignet" (nicht älter als einen Monat)
  • eine Erklärung, ob und ggf. bei welcher Behörde zuvor bereits eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz beantragt wurde
  • ein Nachweis über den Schulabschluss (mindestens Hauptschule)

Sofern Kopien der jeweiligen Unterlagen eingereicht werden, sind diese in beglaubigter Form vorzulegen.

Welche Gebühren fallen an?

Die Erteilung einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz bzw. die Ablehnung eines Antrages sind nach den einschlägigen Vorschriften des Nds. Verwaltungskostengesetzes kostenpflichtig. Die Gebühr für eine Erlaubnis beträgt z. Zt. 300,00 €. Die Kosten für einen ablehnenden Bescheid betragen 150,00 €.

Darin sind die vom Antragsteller anteilig zu tragenden Kosten für den Gutachterausschuss noch nicht enthalten.

Was sollte ich noch wissen?

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf den Websites des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie.


Wie erfolgt die Überprüfung?

Im Landkreis Osterholz wird die Überprüfung grundsätzlich durch den beim Landessozialamt in Lüneburg, Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg, eingerichteten Gutacherausschuss durchgeführt. Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil der Überprüfung werden 60 Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren gestellt, es stehen zwei Zeitstunden zur Verfügung.

Inhalt der Überprüfung

Der schriftliche Teil erstreckt sich auf den Ausschluss von Gefahren in folgenden Sachgebieten:

  • Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtliche Grenzen der Ausübung der Heilkunde ohne Approbation als Arzt.
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden des Heilpraktikers.
  • Grundkenntnisse der Anatomie, pathologischer Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von Volkskrankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-Kreislauf-Krankheiten, der degenerativen Erkrankungen, der übertragbaren Krankheiten, der bösartigen Neubildungen sowie ernster seelischer Erkrankungen.
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände.
  • Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation.
  • Deutung grundlegender Laborwerte.


Der mündliche Teil erstreckt sich auf die vorstehend genannten Sachgebiete sowie auf den Ausschluss von Gefahren bei:

  • Technik der Anamneseerhebung; Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung) und Injektions- und Punktionstechniken.

Die Überprüfung der Kenntnisse finden vor dem Gutachterausschuss sowohl in Hannover als auch in Lüneburg statt.


Ansprechpartner/in beim Landkreis Osterholz
Herr MilbrandtStandort anzeigen
Amt / Bereich
GesundheitsamtSachgebiet Verwaltung Gesundheitsamt
Gesundheitsamt Osterholz, Zimmer 0.01
Heimstraße 1-3
27711 Osterholz-Scharmbeck
Telefon: 04791 930-2965
Telefax: 04791 930-2999
E-Mail:
Frau DannenbaumStandort anzeigen
Amt / Bereich
GesundheitsamtSachgebiet Verwaltung Gesundheitsamt (Leitung)
Gesundheitsamt Osterholz, Zimmer 0.01a
Heimstraße 1-3
27711 Osterholz-Scharmbeck
Telefon: 04791 930-2960
Telefax: 04791 930-2999
E-Mail:
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